Nachdem das Ehepaar Eva und David ihren kleinen Zirkus zugrunde gewirtschaftet haben, tingeln sie mit ihrem Varieté durch die Lande. Und das Publikum erwartet gespannt eine atemberaubende Show, eine Revue der Anzüglichkeiten, ein Festival der Sinne!
Aber noch bevor der Spot all das beleuchtet, was schillernd ist und pompös, irritiert die angespannte Stimmung…
Und in der Tat: Bereits der Auftritt des schönen Hausherrn stellt die Weichen für einen Abend, an dem so ziemlich alles passiert – alles, außer Varieté!
Dem oft geäußerten Wunsch Evas, nicht mehr als Kollegin, sondern als Ehefrau vorgestellt zu werden, kommt David auch heute Abend nicht nach. Deshalb macht Eva ihre Drohung wahr: Sie spielt nicht mehr mit!
Eine Serie absurder Peinlichkeiten ist die Folge, versucht David doch mit aller Kraft, den Abend zu retten.
Dabei entblättert sich zusehends, was jeden der beiden in Wirklichkeit beschäftigt: Sowohl David als auch Eva haben sich verliebt. In ein und denselben Mann!
Geschrieben wurde diese rasante, erotische und zärtliche Komödie von Angela Fischer (Theaterverlag Edition D. Jorschik). Es spielen Andreas Strigl und Angela Fischer.
Sechs Lieder, vertont von Harald Schollmeyer, machen dem Publikum das Chaos der Gefühle zutiefst verständlich, ob mit lachendem oder weinendem Auge.
Die tiefsten Abgründe der Leidenschaft aber offenbaren sich in der Glut des Tangos…
Am Klavier erleben wir Erna Pachulke; am Kontrabass agiert Jochen Schaal. Beide wurden durch den Regisseur Eckhardt Kruse-Seiler als musikalische Kommentatoren und charmante Darsteller in die Handlung einbezogen.
Kurz vor Vorstellungsbeginn fällt im Theater der Strom aus. Die Gelegenheit für Putzfrau Aurora, vor Publikum über die Arbeit, ihren Mann, übers Theater und die Kunst im Allgemeinen zu philosophieren. Ihre heimliche Leidenschaft sind die Oper und der fesche Bariton Titko. Das geheime Seelenleben einer vielseitigen Frau – spannend, anrührend und zum Totlachen komisch.
Geschrieben wurde dieses Solostück von Rose Kneissler. Eine Inszenierung von Gisela Pflugradt-Marteau.
In seinem Refugium auf Isla Negra ist Pablo Neruda der einzige Kunde des Briefträgers Mario Jiménez: Er ist nämlich der einzige, der Briefe bekommt, weil er ein Dichter ist und lesen und schreiben kann.
Wozu ist Poesie gut? Mario weiß es: Er ist verliebt, und er ist davon überzeugt, dass er nur mit Poesie an das Ziel seiner Sehnsucht kommen kann. Deshalb erbittet er bei Pablo Neruda ein paar Verse, um seine angebetete Beatrice zu erobern, die Tochter der Wirtin Rosa.
Rosa ist natürlich dagegen: Poesie ist irgendwie verdächtig…
Inszenierung: Marianne de Pury.
Ist es nicht so, dass wir alle davon träumen:
Vom Prinzen, der an die Türe klopft, und er hat einen Schuh dabei, und der passt im ganzen Reich nur mir?
Ist es nicht so, dass man schon mal träumt:
Einer kommt und regiert – und wir lieben ihn trotzdem?
Auf der Bühne steht eine Frau im Königinnenkleid.
Sie ist eines der beiden Gründungsmitglieder der Organisation Komm.Monarch.
Ihr Anliegen: Sie möchte uns alle dazu ermuntern, in Deutschland ein Königshaus zu etablieren. Und erklärt sich selbst dazu bereit, diesen schwierigen Job zu übernehmen, denn sie fühlt sich zu Höherem geboren.
Um den Ernst ihres Anliegens zu unterstreichen, rezitiert sie einige Gedichte:
Sie ist der deutschen Sprache mächtig und Hüterin längst verloren geglaubter Werte…
Nur: Wer ist das zweite Gründungsmitglied?

Cornwall 1969. Lady und Lord Salisbury laden auf ihr Schloss Eaglebay zur Versteigerung einiger Kunstschätze; der Erlös soll der Kunststiftung Brit – Art zugute kommen.
Die Zuschauer, nunmehr Repräsentanten der High Society Europas, erleben ein Vier-Gänge-Menü in wundervollem Ambiente – und einen Mord. Lord Salisbury stirbt plötzlich und qualvoll; offensichtlich vergiftet. Aber wer könnte so etwas getan haben? Seine Tochter Harriet? Seine Gattin? Kunstprofessor James L. Archer? Butler Howard? Oder der Taxifahrer, Mister Libussa?
Und warum???
Endlich!
Eine neue Ära in der medizinischen Versorgung ist angebrochen,
der pharmazeutischen und technischen Entwicklung sei Dank!
Aber auch Dank all jenen, die unter Einsatz ihres guten Rufes all die Sparmaßnahmen durchgedrückt haben, welche die medizinische Versorgung der Massen auf Dauer vereinfachen.
Und das unter besonderer Berücksichtigung der Zwei-Klassen-Gesellschaft!

Dr. Gisela Wehenschnell erwartet uns schon im Wartezimmer eines Krankenhauses des Jahres 2012.
Kompetent nicht nur im medizinischen Bereich, hat sie auf Empfehlung des Verwaltungschefs und zur Absicherung ihres Arbeitsvertrages auch eine Fortbildung im Bereich Entertainment besucht. Dies, um den Patienten ein Mindestmaß an Entspannung zu gewährleisten und überflüssige Ängste abzubauen.
Sie berät uns nicht ohne eine gewisse Strenge.
Sie behandelt uns unkonzentriert mit Stethoskop, Spritze und Fieberthermometer.
Sie erläutert ihre patentierten Forschungsergebnisse.
Und erzählt von ihrem Leben. Ihrem Ehemann Günther, welcher sich als eingefleischter Schalke 04 Fan jede Fußballübertragung in vollem Schalke-Outfit reinzieht…

Und immer wieder ihre Showeinlagen, in welchen sie darstellt, dass sich die Patienten im Gegensatz zum Krankenhaus nicht verändert haben: Die Dame mit dem neuen Hüftgelenk, die Krankenschwester mit Bandscheibenproblemen oder diejenige, welche lauthals Therapie fordert und keine annimmt.
Um nur einige zu nennen.
Erst zum Schluss enthüllt sie uns die ganze, traurige Wahrheit des Krankenhauses der Zukunft…
Feinstes Kabarett, gepaart mit hoher Schauspielkunst.
Da ist alles zu sehen – vom Schrillen bis zum Leisen.
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| Hörprobe: Marianne | Hörprobe: Marta |
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| Hörprobe: Amrei | Hörprobe: Gisela |
Bilder: © Dieter Coellen, Köln
Traumschöne Lesung einer Kurzgeschichte von Else Hueck – Dehio aus dem Livland des untergehenden 19. Jahrhunderts. In der Vorweihnachtszeit haben der Pastor und seine junge Angetraute Elsbeth ihre erste Auseinandersetzung; dabei geht es um nicht weniger als um das Wesen Gottes.
Unterstützt und begleitet wird diese Lesung von extra dafür komponierten Klaviersoli des Komponisten und Pianisten Frank Hoppe.
Nicht nur für die Weihnachtszeit!!!
Zusammengestellt und vorgetragen von Lena-Sabine Berg und Angela Fischer.
Texte von Nietzsche, Schopenhauer und Shaw, aus der Bibel und aus dem Koran.
Gedichte von Schiller, Brecht, Kästner, Clara Fischer, Wilhelm Busch, Tucholsky und Ernst Herbeck.
Auszüge aus Enzyklopädie der Frau (DDR 1961).